Sommerprogramm für Flüchtlingskinder

Ferienfreizeit und Arbeitsfeld der Polizei kennengelernt

13.9.2017  |  Kinder mit Fluchterfahrung hatten in ihren Heimatländern oft Erfahrungen mit einem ungerechten Staat und seinem gewalttätigen Polizeiapparat. Da bleibt eine Furcht vor Männern in Uniform. Um den Kindern diese Angst zu nehmen, besuchte die therapeutische Spielgruppe des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge (PSZ), Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen, die Polizei- dienststelle Mayen. Der 10jährige Saad war ganz begeistert, als er vom Sommerferienprogramm der Multi-Kulti-Kids erfuhr: „Ich weiß schon, dass die Polizei in Deutschland gut ist, aber ich habe noch viele Fragen.“ Bei dem Rundgang durch die Dienststelle mit anschließender Fragerunde konnte Polizeioberkommissar Bernd Schmitz von der Polizeidirektion Mayen den Jungen und Mädchen ein Stück Angst nehmen. Die Kinder sprudelten vor Neugier und lernten begeistert, wie die Polizei in Deutschland funktioniert. Am Ende gab es noch die Gelegenheit, Polizeiuniformen selbst anzuprobieren. Ein weiteres Highlight der Multi-Kulti-Kids war natürlich die Ferienerholungs- maßnahme, die seit 15 Jahren während der Sommerferien stattfindet. Dieses Jahr verbrachten 25 Kinder sechs Tage im Naturfreundehaus am Laacher See. Gemein- sam wurden abwechslungsreiche Tage erlebt, wozu ein Ausflug ins Trampolino in Andernach, ein Spaziergang zum See, ein Lötkurs, ehrenamtlich geleitet von Ingo Gerz, aber auch freies Spiel und Gruppenspiele zählten. Einen Tag verbrachte die Gruppe im Kletterwald von Kürrenberg, welcher hinsichtlich mehrerer Aspekte unterstützend und fördernd wirkte. So standen neben der Bewegung und sport- lichen Herausforderung die Überwindung von Angst und das Entwickeln von Teamgeist im Vordergrund. Abgerundet wurde die Ferienfreizeit mit einem Grillabend, der von orientalisch zubereitetem Tee und einer kleinen Olympiade begleitet wurde. Die Kinder- und Jugendgruppe Multi-Kulti-Kids des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge (PSZ) des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen bietet mehrere Projekte für Kinder aus Flüchtlingsfamilien an. Neben dem Hip-Hop-Projekt „Dance for Life“, welches wieder im September startet, findet alle zwei Wochen im Mehr- generationenhaus in Mayen eine therapeutische Spielgruppe statt. „Wichtig ist es für uns, den Kindern eine Chance zu geben, in Deutschland anzu- kommen. Sie gehören einer Generation an, die fast ausschließlich Kriegs- und Fluchterfahrungen gesammelt hat, teilweise jahrelang auf der Flucht oder in Flücht- lingscamps in anderen Ländern untergebracht war und keinen geregelten Alltag erlebt hat. Mit den hohen schulischen und gesellschaftlichen Erwartungen können sie oft nicht umgehen, da sie entwicklungspsychologisch nicht auf dem gleichen Stand wie andere Kinder ihres Alters sind.“, so Larissa Klee, Mitarbeiterin im PSZ. Christina Gerz: „Kriegs- und Gewaltsituationen im Herkunftsland sowie die darauffolgende Flucht reißen die Kinder aus ihren für die Entwicklung maßgeblich wichtigen gewohnten Familien- und Wertemustern heraus.“ Und Inga Machleit ergänzt, dass die Ferienerholungsmaßnahme den Kindern hilft, „sich in Deutschland zu stabilisieren. Dabei achten wir darauf, das Kind Kind sein zu lassen.“ Die Angebote der Multi-Kulti-Kids werden als Schutzraumangebote für Flüchtlings- kinder verstanden. Das Umfeld einer Gruppe, die Vergleichbares erlebt hat, bietet den Kindern einfachere Voraussetzungen, sich frei zu bewegen und zu stabilisieren. Begleitet werden die Projekte von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Nicolas Alef, Michaela Bersching, Christina Derr, Christina Gerz, Elena Janzen und Martina Schink sowie von den Hauptamtlichen des PSZ Emad Girgis, Markus Göpfert, Larissa Klee, Inga Machleit und Maria Zagaynova.

Sommerprogramm für

Flüchtlingskinder

Ferienfreizeit und Arbeitsfeld

der Polizei kennengelernt

13.9.2017  |  Kinder mit Fluchterfahrung hatten in ihren Heimatländern oft Erfahrungen mit einem ungerechten Staat und seinem gewalttätigen Polizeiapparat. Da bleibt eine Furcht vor Männern in Uniform. Um den Kindern diese Angst zu nehmen, besuchte die therapeutische Spielgruppe des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge (PSZ), Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen, die Polizeidienststelle Mayen. Der 10jährige Saad war ganz begeistert, als er vom Sommerferienprogramm der Multi- Kulti-Kids erfuhr: „Ich weiß schon, dass die Polizei in Deutschland gut ist, aber ich habe noch viele Fragen.“ Bei dem Rundgang durch die Dienststelle mit anschließender Frage- runde konnte Polizeioberkommissar Bernd Schmitz von der Polizeidirektion Mayen den Jungen und Mädchen ein Stück Angst nehmen. Die Kinder sprudelten vor Neugier und lernten begeistert, wie die Polizei in Deutschland funktioniert. Am Ende gab es noch die Gelegenheit, Polizeiuniformen selbst anzuprobieren. Ein weiteres Highlight der Multi-Kulti-Kids war natürlich die Ferienerholungs- maßnahme, die seit 15 Jahren während der Sommerferien stattfindet. Dieses Jahr verbrachten 25 Kinder sechs Tage im Naturfreundehaus am Laacher See. Gemein- sam wurden abwechslungsreiche Tage erlebt, wozu ein Ausflug ins Trampolino in Andernach, ein Spaziergang zum See, ein Lötkurs, ehrenamtlich geleitet von Ingo Gerz, aber auch freies Spiel und Gruppenspiele zählten. Einen Tag verbrachte die Gruppe im Kletterwald von Kürrenberg, welcher hinsichtlich mehrerer Aspekte unterstützend und fördernd wirkte. So standen neben der Bewegung und sportlichen Herausforderung die Überwindung von Angst und das Entwickeln von Teamgeist im Vordergrund. Abgerundet wurde die Ferienfreizeit mit einem Grillabend, der von orientalisch zubereitetem Tee und einer kleinen Olympiade begleitet wurde. Die Kinder- und Jugendgruppe Multi-Kulti- Kids des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge (PSZ) des Caritasverbands Rhein- Mosel-Ahr e.V. in Mayen bietet mehrere Projekte für Kinder aus Flüchtlingsfamilien an. Neben dem Hip-Hop-Projekt „Dance for Life“, welches wieder im September startet, findet alle zwei Wochen im Mehr- generationenhaus in Mayen eine therapeutische Spielgruppe statt. „Wichtig ist es für uns, den Kindern eine Chance zu geben, in Deutschland anzu- kommen. Sie gehören einer Generation an, die fast ausschließlich Kriegs- und Flucht- erfahrungen gesammelt hat, teilweise jahrelang auf der Flucht oder in Flücht- lingscamps in anderen Ländern unter- gebracht war und keinen geregelten Alltag erlebt hat. Mit den hohen schulischen und gesellschaftlichen Erwartungen können sie oft nicht umgehen, da sie entwicklungs- psychologisch nicht auf dem gleichen Stand wie andere Kinder ihres Alters sind.“, so Larissa Klee, Mitarbeiterin im PSZ. Christina Gerz: „Kriegs- und Gewaltsituationen im Herkunftsland sowie die darauffolgende Flucht reißen die Kinder aus ihren für die Entwicklung maßgeblich wichtigen gewohnten Familien- und Wertemustern heraus.“ Und Inga Machleit ergänzt, dass die Ferienerholungsmaßnahme den Kindern hilft, „sich in Deutschland zu stabilisieren. Dabei achten wir darauf, das Kind Kind sein zu lassen.“ Die Angebote der Multi-Kulti-Kids werden als Schutzraumangebote für Flüchtlings- kinder verstanden. Das Umfeld einer Gruppe, die Vergleichbares erlebt hat, bietet den Kindern einfachere Voraussetzungen, sich frei zu bewegen und zu stabilisieren. Begleitet werden die Projekte von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Nicolas Alef, Michaela Bersching, Christina Derr, Christina Gerz, Elena Janzen und Martina Schink sowie von den Hauptamtlichen des PSZ Emad Girgis, Markus Göpfert, Larissa Klee, Inga Machleit und Maria Zagaynova.