Besuch in Berlin

JMD im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr bereichert

bundesweite Ausstellung

5.6.2018 | Der JMD im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr zählt zu den bundesweit über 450 Jugendmigrationsdiensten (JMD), die junge Menschen mit Migrations- hintergrund im Alter von 12 bis 26 Jahren mittels individueller Angebote und professioneller Beratung bei ihrem schulischen, beruflichen und sozialen Integrationsprozess begleiten. Auch Davud Hosseini beteiligte sich aktiv in Berlin und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele Menschen mit der Ausstellung erreicht werden. | Foto: Copyright Servicebüro Jugendmigrationsdienste (JMD) Mit der Wanderausstellung „youniworth“ machen die Jugendmigrationsdienste überall in Deutschland auf ihre Arbeit aufmerksam, seit neuestem auch mit Beiträgen von Rhein, Mosel und Ahr. Der junge Filmemacher Michael Wolff, der beim Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr bereits mit einem Filmprojekt für Aufmerksamkeit sorgte, hatte Interviews mit vier jungen Migrantinnen und Migranten aus unserer Region geführt, Bernadette Vangu, Carolina Cherman, Mohamad Alboushi und Davud Hosseini. In kurzen Filmsequenzen beantworten die jungen Erwachsenen Fragen, u.a. zu ihrer Herkunft, Fluchtursachen, ihren Erfahrungen in Deutschland, ihren Träumen und Zielen. Am Anfang ging es ihr nicht so gut in Deutschland, berichtet Carolina: „Jetzt fühle ich mich gut. Jetzt weiß ich genau, was ich machen will und weiß, dass ich hier eine gute Zukunft habe.“ Vor allem schätzt die Abiturientin mit dem Berufswunsch Buchhalterin, dass es in Deutschland weniger Korruption als in ihrem Heimatland gibt. Bewegend auch die Filmsequenz, in der Davud Hosseini von seiner Flucht aus Afghanistan erzählt: „Mein Vater, ein berühmter Dichter, hatte gegen terroristische Gruppen wie die Taliban geschrieben und auch gegen die falsche Regierung, die mit den Taliban zusammengearbeitet hat. Die haben uns immer wieder mit der Todes- strafe gedroht. Der Chef der Taliban hat uns schriftlich und auch persönlich gedroht. Die haben meinen Vater geschlagen und gesagt, dass sie uns das letzte Mal mahnen. Dann wird es zu Ende sein. Mein Vater hatte um sich selbst keine Angst, sondern um uns, um seine Kinder.“ In Berlin wurde die neue Ausstellung eröffnet, mit dabei auch Carolina Cherman und Davud Hosseini, die in Begleitung von Caritas-Mitarbeiterin Eva Pestemer angereist waren. Verstehen – Begegnen – Zusammenleben, dieser Dreiklang durchdringt die Ausstellung. Unaufdringlich bietet sich die Möglichkeit, mehr über Migration und über die eigenen Vorstellungen und auch Vorurteile zu erfahren. Locker werden die Inhalte präsentiert, wobei die Interviews in ihrer Lebendigkeit und Intensität besonders überraschen. Und auch Davud Hosseini überraschte, der im Rahmen der Eröffnung sprechen durfte. Davoud möchte gehört werden und hofft, dass er über die Ausstellung viele Menschen erreicht. Und natürlich freuten sich Carolina und Davoud, bei diesem Anlass Berlin hautnah kennenzulernen.

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JMD im Caritasverband Rhein-

Mosel-Ahr bereichert

bundesweite Ausstellung

5.6.2018 | Der JMD im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr zählt zu den bundesweit über 450 Jugendmigrationsdiensten (JMD), die junge Menschen mit Migrations- hintergrund im Alter von 12 bis 26 Jahren mittels individueller Angebote und professioneller Beratung bei ihrem schulischen, beruflichen und sozialen Integrationsprozess begleiten. Auch Davud Hosseini beteiligte sich aktiv in Berlin und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass viele Menschen mit der Ausstellung erreicht werden. | Foto: Copyright Servicebüro Jugendmigrationsdienste (JMD) Mit der Wanderausstellung „youniworth“ machen die Jugendmigrationsdienste überall in Deutschland auf ihre Arbeit aufmerksam, seit neuestem auch mit Beiträgen von Rhein, Mosel und Ahr. Der junge Filmemacher Michael Wolff, der beim Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr bereits mit einem Filmprojekt für Aufmerksamkeit sorgte, hatte Interviews mit vier jungen Migrantinnen und Migranten aus unserer Region geführt, Bernadette Vangu, Carolina Cherman, Mohamad Alboushi und Davud Hosseini. In kurzen Filmsequenzen beantworten die jungen Erwachsenen Fragen, u.a. zu ihrer Herkunft, Fluchtursachen, ihren Erfahrungen in Deutschland, ihren Träumen und Zielen. Am Anfang ging es ihr nicht so gut in Deutschland, berichtet Carolina: „Jetzt fühle ich mich gut. Jetzt weiß ich genau, was ich machen will und weiß, dass ich hier eine gute Zukunft habe.“ Vor allem schätzt die Abiturientin mit dem Berufswunsch Buchhalterin, dass es in Deutschland weniger Korruption als in ihrem Heimatland gibt. Bewegend auch die Filmsequenz, in der Davud Hosseini von seiner Flucht aus Afghanistan erzählt: „Mein Vater, ein berühmter Dichter, hatte gegen terroristische Gruppen wie die Taliban geschrieben und auch gegen die falsche Regierung, die mit den Taliban zusammen- gearbeitet hat. Die haben uns immer wieder mit der Todesstrafe gedroht. Der Chef der Taliban hat uns schriftlich und auch persönlich gedroht. Die haben meinen Vater geschlagen und gesagt, dass sie uns das letzte Mal mahnen. Dann wird es zu Ende sein. Mein Vater hatte um sich selbst keine Angst, sondern um uns, um seine Kinder.“ In Berlin wurde die neue Ausstellung eröffnet, mit dabei auch Carolina Cherman und Davud Hosseini, die in Begleitung von Caritas-Mitarbeiterin Eva Pestemer angereist waren. Verstehen – Begegnen – Zusammenleben, dieser Dreiklang durchdringt die Ausstellung. Unaufdringlich bietet sich die Möglichkeit, mehr über Migration und über die eigenen Vorstellungen und auch Vorurteile zu erfahren. Locker werden die Inhalte präsentiert, wobei die Interviews in ihrer Lebendigkeit und Intensität besonders überraschen. Und auch Davud Hosseini überraschte, der im Rahmen der Eröffnung sprechen durfte. Davoud möchte gehört werden und hofft, dass er über die Ausstellung viele Menschen erreicht. Und natürlich freuten sich Carolina und Davoud, bei diesem Anlass Berlin hautnah kennenzulernen.