In den Sommerferien Kriegs- und

Fluchterlebnisse vergessen

Ferienfreizeit und Arbeitsfeld der Polizei kennengelernt

24.8.2018 | Selbst tief in der Eifel in Kelberg machte sich die Sommerhitze Ende Juli bemerkbar. Dies hinderte den 8jährigen Ahmed und den 11jährigen Saeed jedoch nicht, auf der Wiese ihr Fußballkönnen unter Beweis zu stellen. Die Gruppe verbrachte vier schöne Tage in der Freizeitstätte in Kelberg. 1993 organisierte Caritas-Mitarbeiter Markus Göpfert, heute Leiter des Migrations- dienstes, erstmals eine Ferienfreizeit für Flüchtlingskinder unter dem Label „Multi- Kulti-Kids“, die damals aus einer Initiative von Studenten und Ehrenamtlichen in der kirchlichen Jugendarbeit im Dekanat Karden-Martental entstanden ist. Im Laufe der Jahre etablierte sich die Arbeit zu einem professionellen sozialpädagogisch- therapeutischen Angebot im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen. „Es ist schön, dass es das bis heute gibt und wir so immer wieder Flüchtlingskinder mit einer Ferienfreizeit in ihrer Entwicklung unterstützen können“, so Markus Göpfert. Zurzeit treffen sich innerhalb einer therapeutischen Spielgruppe bis zu 15 Kinder übers Jahr im Zwei- Wochen-Takt im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen. Im Fokus steht dabei vor allem die psychosoziale Stabilisierung der Kinder. „Die Kinder haben Kriegs- und Fluchterfahrungen gesammelt, die sich die meisten von uns nicht ausmalen können. Die Entwicklung der Kinder ist dadurch oft erheblich gestört worden, woraus meist Verhaltensauffälligkeiten resultieren. Die hohen gesellschaft- lichen und schulischen Erwartungen an Kinder mit Fluchthintergrund lasten stark auf ihnen“, sagt Caritas-Mitarbeiterin Larissa Klee, Mitarbeiterin im PSZ. Demzufolge wird das Angebot der Multi-Kulti-Kids als Schutzraumangebot verstanden. Das Umfeld einer Gruppe, die Ähnliches erlebt hat, bietet einfacherer Voraussetzungen, sich frei zu bewegen und zu stabilisieren. In der Ferienfreizeit erlebten die Kinder vor allem viel Spaß, Bewegung und neue Erfahrungen. Auf einem Waldlehrpfad setzte sich die Gruppe mit der Natur auseinander. Neben Bastelaktionen und freiem Spiel besuchten die Kinder das Freibad in Kelberg. Das Highlight der Ferienfreizeit aber war nach einer sechs Kilometer weiten Wanderung der Besuch des Reiterhofs Holpemühle. Dort durften die Kinder die Pferde selbst saubermachen, satteln und auf ihnen reiten. Neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde das Sommer- programm von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Batoul Kneifdi und Marga Köhler unterstützt.

In den Sommerferien Kriegs-

und Fluchterlebnisse vergessen

Ferienfreizeit und Arbeitsfeld

der Polizei kennengelernt

24.8.2018 | Selbst tief in der Eifel in Kelberg machte sich die Sommerhitze Ende Juli bemerkbar. Dies hinderte den 8jährigen Ahmed und den 11jährigen Saeed jedoch nicht, auf der Wiese ihr Fußballkönnen unter Beweis zu stellen. Die Gruppe verbrachte vier schöne Tage in der Freizeitstätte in Kelberg. 1993 organisierte Caritas-Mitarbeiter Markus Göpfert, heute Leiter des Migrations- dienstes, erstmals eine Ferienfreizeit für Flüchtlingskinder unter dem Label „Multi- Kulti-Kids“, die damals aus einer Initiative von Studenten und Ehrenamtlichen in der kirchlichen Jugendarbeit im Dekanat Karden- Martental entstanden ist. Im Laufe der Jahre etablierte sich die Arbeit zu einem profes- sionellen sozialpädagogisch-therapeutischen Angebot im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen. „Es ist schön, dass es das bis heute gibt und wir so immer wieder Flüchtlingskinder mit einer Ferien- freizeit in ihrer Entwicklung unterstützen können“, so Markus Göpfert. Zurzeit treffen sich innerhalb einer therapeutischen Spiel- gruppe bis zu 15 Kinder übers Jahr im Zwei- Wochen-Takt im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen. Im Fokus steht dabei vor allem die psychosoziale Stabilisierung der Kinder. „Die Kinder haben Kriegs- und Fluchterfahrungen gesammelt, die sich die meisten von uns nicht ausmalen können. Die Entwicklung der Kinder ist dadurch oft erheblich gestört worden, woraus meist Verhaltensauffälligkeiten resultieren. Die hohen gesellschaftlichen und schulischen Erwartungen an Kinder mit Fluchthinter- grund lasten stark auf ihnen“, sagt Caritas- Mitarbeiterin Larissa Klee, Mitarbeiterin im PSZ. Demzufolge wird das Angebot der Multi-Kulti-Kids als Schutzraumangebot verstanden. Das Umfeld einer Gruppe, die Ähnliches erlebt hat, bietet einfacherer Voraussetzungen, sich frei zu bewegen und zu stabilisieren. In der Ferienfreizeit erlebten die Kinder vor allem viel Spaß, Bewegung und neue Erfahrungen. Auf einem Waldlehrpfad setzte sich die Gruppe mit der Natur auseinander. Neben Bastelaktionen und freiem Spiel besuchten die Kinder das Freibad in Kelberg. Das Highlight der Ferienfreizeit aber war nach einer sechs Kilometer weiten Wanderung der Besuch des Reiterhofs Holpemühle. Dort durften die Kinder die Pferde selbst saubermachen, satteln und auf ihnen reiten. Neben den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde das Sommer- programm von den ehrenamtlichen Mit- arbeiterinnen Batoul Kneifdi und Marga Köhler unterstützt.