Aus der Ukraine zum fachlichen

Austausch nach Trier und Mayen

12.8.2019 | „It is very hot in Germany“, meinte Mariana Bisyk am Trierer Haupt- bahnhof gegenüber Markus Göpfert vom Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen, der den Besuch einer kleinen Delegation aus der Ukraine organisiert hatte. Und Göpfert begrüßte Mariana Bisyk, Oleh Bisyk und Galina Yadzhad von der Caritas der Diözese Sambir- Drohobyh in der West-Ukraine nahe der polnischen Grenze an einem der heißesten Tage des Jahres. Ob in Deutschland oder in der Ukraine, (von links) Inga Machleit, PSZ Caritas Mayen, Galina Yadzhad, Oleh Bisyk und Mariana Bisyk von der Caritas Sambir-Drohobych sowie Markus Göpfert, PSZ der Caritas Mayen, waren sich einig, dass traumatisierte Flüchtlinge ähnliche Probleme haben. In der Ukraine arbeitet das Team mit Gewaltopfern aus dem Konflikt im Osten des Landes. Zum Ausbau ihrer Arbeit suchten die drei Kolleginnen und Kollegen einen fachlichen Austausch mit Experten, die in Deutschland mit traumatisierten Menschen aus Krisengebieten arbeiten. Hier vermittelte das Referat Weltkirche vom Bistum Trier den Kontakt zum PSZ nach Mayen, das seit fast 20 Jahren traumatisierten und psychisch belasteten Flüchtlingen Beratung und Therapie anbietet. „Im Gegensatz zu unserer Arbeit arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine mit Binnenflüchtlingen im eigenen Land oder holen Familien und Kinder zeitweise zur Erholung aus dem Krisengebiet“, so Göpfert. Im fachlichen Austausch wurde außerdem deutlich, dass die jeweilige Klientel gleiche Symptom- bilder zeigt. Den ersten Tag verbrachte das Team in Trier, wo Tobias Drehsen und Lydia Rempel aus dem dortigen PSZ ihre Beratungs- und Therapieangebote vorstellten. Die ökumenisch getragene Beratungsstelle befindet sich direkt auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, sodass die Gäste bei einer Führung auch die Aufnahmeeinrichtung kennenlernten. Den zweiten Tag der Reise verbrachte die Delegation im PSZ von Mayen. Nach einer Führung durch das Caritas-Mehrgenerationenhaus mit seinen Diensten und Einrichtungen lag der Schwerpunkt im Austausch auf der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Hier stellte Maria Zagaynova, Kinder- und Jugendlichen- psychotherapeutin, im Therapieraum praxisnah Methoden und Materialien vor. „Neben den Einzelsettings bieten wir regelmäßig therapeutische Spielgruppen an, wo es vor allem darum geht, soziale Kompetenzen zu fördern und den Umgang mit Gefühlen zu lernen“, erläuterte Zagaynova. Inga Machleit ergänzte den Vortrag mit Ausführungen zum Thema Elternarbeit. Besonders beeindruckte Mariana Bisyk „die enge Verknüpfung von sozialpädagogischer und therapeutischer Arbeit sowie die Unterstützung von Ehrenamtlichen in den Einrichtungen. Dies und viele andere methodische Ideen sowie Ideen zur Ausstattung nehmen wir mit für unsere weitere konzeptionelle Entwicklung.“ Ein Spaziergang am Deutschen Eck in Koblenz bildete den Abschluss des kulturellen Begleitprogramms, für die Gäste aus der Ukraine nach den Führungen durch Trier und Mayen ein weiterer Höhepunkt. Die Kolleginnen und Kollegen zeigten sich begeistert von den Städten an Rhein, Mosel und in der Eifel. Auch diese Eindrücke nahmen sie mit in die Ukraine.

Aus der Ukraine zum fachlichen

Austausch nach Trier und Mayen

12.8.2019 | „It is very hot in Germany“, meinte Mariana Bisyk am Trierer Haupt- bahnhof gegenüber Markus Göpfert vom Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Mayen, der den Besuch einer kleinen Delegation aus der Ukraine organisiert hatte. Und Göpfert begrüßte Mariana Bisyk, Oleh Bisyk und Galina Yadzhad von der Caritas der Diözese Sambir-Drohobyh in der West- Ukraine nahe der polnischen Grenze an einem der heißesten Tage des Jahres. Ob in Deutschland oder in der Ukraine, (von links) Inga Machleit, PSZ Caritas Mayen, Galina Yadzhad, Oleh Bisyk und Mariana Bisyk von der Caritas Sambir-Drohobych sowie Markus Göpfert, PSZ der Caritas Mayen, waren sich einig, dass traumatisierte Flüchtlinge ähnliche Probleme haben. In der Ukraine arbeitet das Team mit Gewaltopfern aus dem Konflikt im Osten des Landes. Zum Ausbau ihrer Arbeit suchten die drei Kolleginnen und Kollegen einen fach- lichen Austausch mit Experten, die in Deutschland mit traumatisierten Menschen aus Krisengebieten arbeiten. Hier vermittelte das Referat Weltkirche vom Bistum Trier den Kontakt zum PSZ nach Mayen, das seit fast 20 Jahren traumatisierten und psychisch belasteten Flüchtlingen Beratung und Therapie anbietet. „Im Gegensatz zu unserer Arbeit arbeiten die Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine mit Binnenflüchtlingen im eigenen Land oder holen Familien und Kinder zeitweise zur Erholung aus dem Krisengebiet“, so Göpfert. Im fachlichen Austausch wurde außerdem deutlich, dass die jeweilige Klientel gleiche Symptombilder zeigt. Den ersten Tag verbrachte das Team in Trier, wo Tobias Drehsen und Lydia Rempel aus dem dortigen PSZ ihre Beratungs- und Therapieangebote vorstellten. Die ökumenisch getragene Beratungsstelle befindet sich direkt auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge, sodass die Gäste bei einer Führung auch die Aufnahmeeinrichtung kennenlernten. Den zweiten Tag der Reise verbrachte die Delegation im PSZ von Mayen. Nach einer Führung durch das Caritas- Mehrgenerationenhaus mit seinen Diensten und Einrichtungen lag der Schwerpunkt im Austausch auf der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Hier stellte Maria Zagaynova, Kinder- und Jugendlichen- psychotherapeutin, im Therapieraum praxisnah Methoden und Materialien vor. „Neben den Einzelsettings bieten wir regelmäßig therapeutische Spielgruppen an, wo es vor allem darum geht, soziale Kompetenzen zu fördern und den Umgang mit Gefühlen zu lernen“, erläuterte Zagaynova. Inga Machleit ergänzte den Vortrag mit Ausführungen zum Thema Elternarbeit. Besonders beeindruckte Mariana Bisyk „die enge Verknüpfung von sozialpädagogischer und therapeutischer Arbeit sowie die Unterstützung von Ehrenamtlichen in den Einrichtungen. Dies und viele andere methodische Ideen sowie Ideen zur Ausstattung nehmen wir mit für unsere weitere konzeptionelle Entwicklung.“ Ein Spaziergang am Deutschen Eck in Koblenz bildete den Abschluss des kulturellen Begleitprogramms, für die Gäste aus der Ukraine nach den Führungen durch Trier und Mayen ein weiterer Höhepunkt. Die Kolleginnen und Kollegen zeigten sich begeistert von den Städten an Rhein, Mosel und in der Eifel. Auch diese Eindrücke nahmen sie mit in die Ukraine.