Tag des Flüchtlings am 27..September

Weihbischof Gebert: Integration braucht ganze Familie

25.9.2019 | Die Familienzusammenführung ist trotz abnehmender Flüchtlings- zahlen weiterhin ein Schwerpunkt der Arbeit des Willkommensnetzes, dem gemeinsamen Flüchtlingshilfeprojekt von Bistum und Diözesan-Caritasverband Trier. Weihbischof Franz Josef Gebert, der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, weist auf die Bedeutung des Zusammenlebens für die Integration hin: „Der Schutz von Ehe und Familie ist ein zentrales kirchliches Anliegen und ein Grundrecht. Die bestehende Kontingentierung für subsidiär Geschützte, also Geflüchtete mit ein- geschränktem Schutzstatus, steht dem entgegen. Darüber hinaus sind die auch bei anerkannten Flüchtlingen bestehenden langen Wartezeiten unzumutbar. Es darf nicht sein, dass Flüchtlingsfamilien auseinandergerissen bleiben, denn Integration kann nur gelingen, wenn Familien in Sicherheit zusammen sind.“ Seit Sommer 2017 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Willkommens- netzes 173 Anträge auf Familienzusammenführung erfolgreich begleitet und konnten so 739 Personen unterstützen, darunter etwa 500 Kinder. Meist handelt es sich dabei um Angehörige syrischer Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz gefunden haben und ihre Familie nachholen können. Die Erfahrungen der Beraterinnen und Berater vor Ort zeigen, dass Geflüchtete, die ihre Familien nach Deutschland holen möchten, Hilfe brauchen. „Bevor eine Familienzusammenführung möglich ist, ist eine Vielzahl an Formalitäten, gegenüber den Ausländerbehörden und deutschen Auslandvertretungen, zu erfüllen. Dabei stehen wir mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Anne-Kathrin Kiefer, Caritas-Referentin für das Willkommensnetz. Neben der konkreten Hilfe bei den Formalitäten und Behördenkontakten ist es für die wartenden Familienangehörigen in Deutschland entlastend, dass sie beim Willkommensnetz vertrauensvolle Anlaufstellen finden, an die sie sich mit ihren Sorgen und Nöten wenden können, die mit der Trennung und der ungewissen Situation verbunden sind. Die Angehörigen in Syrien müssen währenddessen in großer Unsicherheit leben, bis endlich eine Zustimmung Deutschlands zur Einreise vorliegt. Wenn schließlich alle bürokratischen Hürden genommen sind und die Zustimmung zur Einreise durch die zuständigen Ausländerbehörden vorliegt, stellt sich oft als letztes Problem die Frage, wie die Einreise der Familienangehörigen finanziert werden kann. Oft entstehen hohe Kosten, die von den Flüchtlings-Familien kaum zu tragen sind. Auch bei dieser Frage kann das Willkommensnetz unterstützen, da ein Hilfsfonds als Bestandteil des Projektes eingerichtet wurde. Aus diesem Fonds wurden die insgesamt 173 Anträge auf Familienzusammenführung mit einem Gesamtbetrag von rund 100.000 Euro bezuschusst, unter anderem für Flug- und Visakosten. Nach der Zusammenführung erhalten die neu angekommenen Familienmitglieder beim Willkommensnetz Hilfen zur Integration: Für die Kinder werden Kitaplätze ver- mittelt oder der Schulbesuch ermöglicht. Die Erwachsenen erhalten Beratungen, Sprachkurse und weitere Unterstützung. Pressemeldung: Caritasverband für die Diözese Trier e.V. Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Sichelstraße 10 | 54290 Trier

Tag des Flüchtlings am

27..September

Weihbischof Gebert: Integration

braucht ganze Familie

25.9.2019 | Die Familienzusammenführung ist trotz abnehmender Flüchtlingszahlen weiterhin ein Schwerpunkt der Arbeit des Willkommensnetzes, dem gemeinsamen Flüchtlingshilfeprojekt von Bistum und Diözesan-Caritasverband Trier. Weihbischof Franz Josef Gebert, der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, weist auf die Bedeutung des Zusammen- lebens für die Integration hin: „Der Schutz von Ehe und Familie ist ein zentrales kirch- liches Anliegen und ein Grundrecht. Die bestehende Kontingentierung für subsidiär Geschützte, also Geflüchtete mit ein- geschränktem Schutzstatus, steht dem entgegen. Darüber hinaus sind die auch bei anerkannten Flüchtlingen bestehenden langen Wartezeiten unzumutbar. Es darf nicht sein, dass Flüchtlingsfamilien aus- einandergerissen bleiben, denn Integration kann nur gelingen, wenn Familien in Sicher- heit zusammen sind.“ Seit Sommer 2017 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Willkommensnetzes 173 Anträge auf Familienzusammenführung erfolgreich begleitet und konnten so 739 Personen unterstützen, darunter etwa 500 Kinder. Meist handelt es sich dabei um Angehörige syrischer Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz gefunden haben und ihre Familie nachholen können. Die Erfahrungen der Beraterinnen und Berater vor Ort zeigen, dass Geflüchtete, die ihre Familien nach Deutschland holen möchten, Hilfe brauchen. „Bevor eine Familienzusammenführung möglich ist, ist eine Vielzahl an Formalitäten, gegenüber den Ausländerbehörden und deutschen Auslandvertretungen, zu erfüllen. Dabei stehen wir mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Anne-Kathrin Kiefer, Caritas-Referentin für das Willkommensnetz. Neben der konkreten Hilfe bei den Formalitäten und Behördenkontakten ist es für die wartenden Familienangehörigen in Deutschland entlastend, dass sie beim Willkommensnetz vertrauensvolle Anlauf- stellen finden, an die sie sich mit ihren Sorgen und Nöten wenden können, die mit der Trennung und der ungewissen Situation verbunden sind. Die Angehörigen in Syrien müssen währenddessen in großer Unsicher- heit leben, bis endlich eine Zustimmung Deutschlands zur Einreise vorliegt. Wenn schließlich alle bürokratischen Hürden genommen sind und die Zustimmung zur Einreise durch die zuständigen Ausländer- behörden vorliegt, stellt sich oft als letztes Problem die Frage, wie die Einreise der Familienangehörigen finanziert werden kann. Oft entstehen hohe Kosten, die von den Flüchtlings-Familien kaum zu tragen sind. Auch bei dieser Frage kann das Will- kommensnetz unterstützen, da ein Hilfsfonds als Bestandteil des Projektes eingerichtet wurde. Aus diesem Fonds wurden die insgesamt 173 Anträge auf Familienzusammenführung mit einem Gesamtbetrag von rund 100.000 Euro bezuschusst, unter anderem für Flug- und Visakosten. Nach der Zusammenführung erhalten die neu angekommenen Familienmitglieder beim Willkommensnetz Hilfen zur Integration: Für die Kinder werden Kitaplätze vermittelt oder der Schulbesuch ermöglicht. Die Erwachsenen erhalten Beratungen, Sprachkurse und weitere Unterstützung. Pressemeldung: Caritasverband für die Diözese Trier e.V. Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Sichelstraße 10 | 54290 Trier