Migration aus anderer Perspektive sehen

Kolping „Roadshow Integration“ informierte Schüler und

Erwachsene in Mayen

10.10.2019 | Auf Einladung von Caritas-Jugendmigrationsdienst (JMD), Dekanat Mayen-Mendig und dem Kolping Diözesanverband Trier machte die „Roadshow Integration“ des Kolping Netzwerkes für Geflüchtete zwei Tage Halt vor dem Caritas- Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen. Angeleitet von Maren Becker, Leila Romberg und Shekho Usso vom Kolping-Flüchtlingsnetzwerk kamen die Jugendlichen im Infomobil und in Workshops miteinander ins Gespräch. | Foto: Franziska Marin Die Veranstalter wollten damit für Belange Geflüchteter sensibilisieren, die gesell- schaftliche Akzeptanz erhöhen und für den Wert der christlichen Hilfe werben. Bereits zum Auftakt hatten beim 24. Fachgespräch junge Migrant(inn)en am Vorabend zahlreiche Besucher das offene Infomobil kennengelernt. Für den folgenden Tag hatte der JMD Schülerinnen und Schüler aus Mayen und alle Interessierten zum Informieren, Nachdenken und miteinander Sprechen ein- geladen. Das Infomobil bietet viele Möglichkeiten der aktiven Beteiligung. Die Schülerinnen und Schüler lernten mit dem großen Weltatlas-Puzzle Fluchtländer kennen und konnten die Größe der Kontinente Afrika und Europa miteinander vergleichen. An einer Wand hängen Fotos von Menschen und hinter jedem Gesicht eine Flüchtlingsgeschichte. Audiobeiträge erzählten von Flüchtlingsschicksalen. Auf der Bühne machen Gegenstände Flucht und Vertreibung greifbar, so auch die grüne Tee-Dose eines jungen Mannes, der Alles auf der Flucht verloren hatte. Bei Heim- weh trinkt er jenen Tee, den seine Mutter zuhause für ihn gekocht hatte. Info- materialen liefern Fakten, Zahlen, Hintergründe zu den Themen Diskriminierung, Krieg, Verfolgung und Gewalt. Flucht ist kein leichter Stoff, doch spielerisch setzen sich rund 80 Schülerinnen und Schüler mit der Thematik auseinander. Angeleitet von Maren Becker, Leila Romberg und Shekho Usso vom Kolping-Flüchtlings- netzwerk kamen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Infomobil und in acht Workshops miteinander ins Gespräch und erfuhren weitere Details zu Flucht und Asyl, zu gängigen Vorurteilen und über Gründe, die Menschen zur Flucht bewegen. Die unterschiedlichen Farben der Spielfiguren am Kicker stehen für Nationalitäten, die miteinander spielen. Hier ließen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen noch einmal Revue passieren. „Es war einfach interessant, das Ganze mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht, das ist ja fast ganz Deutschland. So was macht man sich gar nicht klar“, meinte eine Schülerin. Beim Workshop, so erklärte ein Schüler, „haben wir erfahren, aus welchen Gründen Asyl gegeben wird. Da fanden wir viele Sachen ungerecht, dass man z.B. wegen der Religion, nicht aber nach Katastrophen Asyl bekommt.“ Die Kolping „Roadshow Integration“ hatte diese jungen Menschen zum Nachdenken gebracht. Die Caritas-Mitarbeiterinnen Ruth Fischer, Sonja Lauterbach, Franziska Marin und Ania Sikkes vom JMD dankten dem Kolping-Flüchtlingsnetzwerk für die gute Kooperation, insbesondere Maren Becker, Leila Romberg und Shekho Usso für ihren zweitägigen Einsatz. Das Projekt war im Rahmen der Interkulturellen Woche 2019 unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ in Mayen gezeigt worden. Die Kolping „Roadshow Integration“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. Die Jugendmigrationsdienste werden als Teil der Initiative „JUGEND STÄRKEN“ gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Migration aus anderer

Perspektive sehen

Kolping „Roadshow Integration“

informierte Schüler und

Erwachsene in Mayen

10.10.2019 | Auf Einladung von Caritas- Jugendmigrationsdienst (JMD), Dekanat Mayen-Mendig und dem Kolping Diözesan- verband Trier machte die „Roadshow Integration“ des Kolping Netzwerkes für Geflüchtete zwei Tage Halt vor dem Caritas- Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen. Angeleitet von Maren Becker, Leila Romberg und Shekho Usso vom Kolping-Flüchtlingsnetzwerk kamen die Jugend- lichen im Infomobil und in Workshops miteinander ins Gespräch. | Foto: Franziska Marin Die Veranstalter wollten damit für Belange Geflüchteter sensibilisieren, die gesell- schaftliche Akzeptanz erhöhen und für den Wert der christlichen Hilfe werben. Bereits zum Auftakt hatten beim 24. Fachgespräch junge Migrant(inn)en am Vorabend zahl- reiche Besucher das offene Infomobil kennengelernt. Für den folgenden Tag hatte der JMD Schülerinnen und Schüler aus Mayen und alle Interessierten zum Informieren, Nach- denken und miteinander Sprechen ein- geladen. Das Infomobil bietet viele Möglich- keiten der aktiven Beteiligung. Die Schülerinnen und Schüler lernten mit dem großen Weltatlas-Puzzle Fluchtländer kennen und konnten die Größe der Kontinente Afrika und Europa miteinander vergleichen. An einer Wand hängen Fotos von Menschen und hinter jedem Gesicht eine Flüchtlings- geschichte. Audiobeiträge erzählten von Flüchtlingsschicksalen. Auf der Bühne machen Gegenstände Flucht und Vertreibung greifbar, so auch die grüne Tee-Dose eines jungen Mannes, der Alles auf der Flucht verloren hatte. Bei Heimweh trinkt er jenen Tee, den seine Mutter zuhause für ihn gekocht hatte. Infomaterialen liefern Fakten, Zahlen, Hintergründe zu den Themen Diskriminierung, Krieg, Verfolgung und Gewalt. Flucht ist kein leichter Stoff, doch spielerisch setzen sich rund 80 Schülerinnen und Schüler mit der Thematik auseinander. Angeleitet von Maren Becker, Leila Romberg und Shekho Usso vom Kolping-Flüchtlings- netzwerk kamen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Infomobil und in acht Workshops miteinander ins Gespräch und erfuhren weitere Details zu Flucht und Asyl, zu gängigen Vorurteilen und über Gründe, die Menschen zur Flucht bewegen. Die unterschiedlichen Farben der Spiel- figuren am Kicker stehen für Nationalitäten, die miteinander spielen. Hier ließen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen noch einmal Revue passieren. „Es war einfach interessant, das Ganze mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht, das ist ja fast ganz Deutschland. So was macht man sich gar nicht klar“, meinte eine Schülerin. Beim Workshop, so erklärte ein Schüler, „haben wir erfahren, aus welchen Gründen Asyl gegeben wird. Da fanden wir viele Sachen ungerecht, dass man z.B. wegen der Religion, nicht aber nach Katastrophen Asyl be- kommt.“ Die Kolping „Roadshow Integration“ hatte diese jungen Menschen zum Nach- denken gebracht. Die Caritas-Mitarbeiterinnen Ruth Fischer, Sonja Lauterbach, Franziska Marin und Ania Sikkes vom JMD dankten dem Kolping- Flüchtlingsnetzwerk für die gute Kooperation, insbesondere Maren Becker, Leila Romberg und Shekho Usso für ihren zweitägigen Einsatz. Das Projekt war im Rahmen der Interkulturellen Woche 2019 unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ in Mayen gezeigt worden. Die Kolping „Roadshow Integration“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert. Die Jugendmigrationsdienste werden als Teil der Initiative „JUGEND STÄRKEN“ gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.